Hydranten & Wasserversorgung

Wasser ist bei Bränden eines der wichtigsten Löschmittel.

Damit die Feuerwehr im Ernstfall schnell helfen kann, ist eine funktionierende und jederzeit zugängliche Wasserversorgung entscheidend.

Hydranten spielen dabei eine zentrale Rolle.

Löschwasserversorgung der Feuerwehr

Bei einem Brandeinsatz zählt jede Sekunde. Deshalb beginnt die Feuerwehr die Brandbekämpfung in der Regel sofort mit dem Wasser aus den mitgeführten Fahrzeugtanks.

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Löschwasser aus Feuerwehrfahrzeugen

Viele Feuerwehrfahrzeuge verfügen über fest eingebaute Wassertanks. Diese ermöglichen einen schnellen Erstangriff, noch bevor eine externe Wasserversorgung aufgebaut ist.
Moderne Löschfahrzeuge führen je nach Typ etwa 1.000 bis 4.000 Liter Wasser mit.
Über die eingesetzten Schläuche und Strahlrohre können dabei mehrere hundert Liter pro Minute abgegeben werden. Dadurch ist der Wasservorrat oft bereits nach wenigen Minuten erschöpft. Aus diesem Grund wird parallel zum Erstangriff sofort eine dauerhafte Wasserversorgung aufgebaut.

Löschwasser aus Hydranten

Hydranten sind Wasserentnahmestellen aus dem öffentlichen Trinkwassernetz. Sie stellen der Feuerwehr große Mengen Löschwasser über längere Zeit zur Verfügung.

Sie ermöglichen insbesondere: 

  • schnelles Bereitstellen von Löschwasser
  • Versorgung mehrerer Strahlrohre gleichzeitig
  • effektive Brandbekämpfung in Wohn- und Gewerbegebieten
  • eine dauerhafte Wasserversorgung auch bei größeren Bränden

Über Hydranten kann deutlich mehr Wasser gefördert werden als in den Fahrzeugtanks mitgeführt wird. Deshalb ist der schnelle Aufbau einer Hydrantenversorgung ein entscheidender Bestandteil jedes Brandeinsatzes.

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🚰 Unterflurhydranten

Unterflurhydranten befinden sich:

  • unter der Straßenoberfläche
  • gekennzeichnet durch Hinweisschilder

Zur Wasserentnahme wird:

  • ein Standrohr aufgesetzt
  • das Ventil mit einem Hydrantenschlüssel geöffnet

🚿 Überflurhydranten

Überflurhydranten sind:

  • oberirdisch sichtbar
  • sofort einsatzbereit

Zur Nutzung:

  • Schutzkappen entfernen
  • Schläuche anschließen
  • Hydrant mit Überflurhydrantenschlüssel öffnen

🧭 Hydrantenschilder richtig deuten

Hydrantenschilder helfen der Feuerwehr, Hydranten auch bei:

  • Schnee
  • Dunkelheit
  • parkenden Fahrzeugen

schnell zu finden.

👉 Bitte verdecken oder beschädigen Sie diese Schilder nicht.

Hydrantenschild – so lesen Sie es:

  • Zahl oben: Durchmesser der Wasserleitung
  • Zahlen unten: Entfernung des Hydranten zum Schild (links/rechts/vorne)
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🚫 Hydranten freihalten –

bitte unbedingt beachten

⚠️ Hydranten dürfen niemals zugeparkt oder verdeckt werden.

Bereits wenige Minuten Verzögerung können im Brandfall: 

  • Menschenleben gefährden
  • große Sachschäden verursachen

👉 Bitte halten Sie Hydranten und Hinweisschilder jederzeit frei.

🧠 Was Sie als Bürger tun können

  • Hydranten freihalten
  • Hinweisschilder sichtbar lassen
  • Beschädigungen melden
  • im Winter Schnee von Hydranten entfernen

🚒 Wasserversorgung bei größeren Einsätzen

Reicht die Leistung des öffentlichen Hydrantennetzes nicht aus, nutzt die Feuerwehr zusätzliche Wasserquellen.

So kann auch bei großen Bränden oder hohem Wasserbedarf eine stabile Versorgung sichergestellt werden.
Zum Einsatz kommen unter anderem:

  • Wasser aus den Fahrzeugtanks
  • Wasser aus offenen Gewässern (z. B. Flüsse, Bäche oder Seen)
  • lange Schlauchleitungen über große Entfernungen

Durch die Kombination mehrerer Wasserquellen wird eine zuverlässige und dauerhafte Löschwasserversorgung aufgebaut.

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🌲 Wasserversorgung im Gelände

Abseits geschlossener Ortschaften — etwa in Wäldern, auf Feldern oder in abgelegenen Gebieten — stehen meist keine Hydranten zur Verfügung.

In solchen Fällen muss die Feuerwehr alternative Methoden einsetzen, um ausreichend Löschwasser zur Einsatzstelle zu bringen.
Typische Verfahren sind:

  • Pendelverkehr: Tanklöschfahrzeuge fahren im Wechsel zwischen Wasserentnahmestelle und Einsatzort und liefern fortlaufend Wasser an.
  • Lange Schlauchstrecken: Über mehrere hundert Meter bis hin zu mehreren Kilometern werden Schlauchleitungen verlegt, um Wasser von einer geeigneten Quelle zur Einsatzstelle zu fördern. Dabei kommen oft zusätzliche Pumpen entlang der Strecke zum Einsatz. Für solche Einsatzlagen gibt es in unserem Landkreis spezielle Dispogruppen Wasserförderung — Zusammenschlüsse mehrerer Feuerwehren, die gezielt alarmiert werden, um große Wassermengen über weite Strecken zur Einsatzstelle zu transportieren. Auch wir sind Teil dieser Dispogruppe und unterstützen beim Aufbau und Betrieb dieser umfangreichen Wasserversorgung.
  • Wasserentnahme aus offenen Gewässern: Seen, Flüsse, Bäche oder Teiche können mit speziellen Saugschläuchen als Wasserquelle genutzt werden.
  • Löschweiher und Zisternen: Künstlich angelegte Wasserbehälter dienen speziell der Feuerwehr als jederzeit verfügbare Löschwasserreserve im Außenbereich.

Durch diese Maßnahmen kann die Feuerwehr auch ohne Hydrantennetz eine leistungsfähige Wasserversorgung aufbauen und Brände effektiv bekämpfen.

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